Warum eigentlich 12-inch?

Zugegeben – die 12-inch im Namen unseres CofFees erschliessen sich nicht von selbst. Wenn man aber unser Logo etwas näher betrachtet, erkennt man vielleicht eine Schallplatte?

Geboren Ende der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts waren unsere ersten eigenen Tonträger Schallplatten! Beatles, Cat Stevens, AC/DC... Weil das Taschengeld knapp war, tauschten wir auch gerne mal die Jugendbücher der grossen Geschwister gegen die angesagtesten 12-inch Maxi Singles.

Anfang der 80er Jahre kam dann die «moderne» CD auf den Musikmarkt. Weil wir uns die dazugehörigen teuren Player zunächst nicht leisten konnten, wurden sie gegen kleines Geld für ein Wochenende, inklusive der aktuellen digitalen Scheiben, ausgeliehen, um die besten Songs dann auf Kassetten aufzunehmen. Ein weiteres wichtiges Medium unserer Jugend; insbesondere verschenkte Mixtapes mit den aktuellen Lieblingsliedern und selbst gebastelten Covern waren Freundschaftsbeweis, Liebeserklärung oder einfach die Frühform der modernen Playlist.

Später wuchs dann aber auch die Sammlung der kleinen Silberlinge stetig an. Die Schallplattensammlung wurde in den Keller verbannt und fiel eines Tages dem Hochwasser zum Opfer. Nicht schlimm, kam doch gerade eine neue Möglichkeit des Musikhörens um die Ecke – mp3. Die CDs wurden auf den Computer, später auf den mp3-Player verbannt und waren von nun an immer und überall verfügbar – wunderbar!

Inzwischen können wir Musik sogar als Flatrate streamen. Was für eine Weiterentwicklung. Sind wir doch von nun an nicht mehr nur auf unsere eigene Sammlung beschränkt, nein wir haben den «Gesamtkatalog» jederzeit auf unserem Telefon dabei – grossartig!

Aber auch wenn dieses völlige Verschwinden von Musik als etwas „Greifbarem“ praktisch ist, vor allem wenn man an Umzüge denkt, bei denen die Freunde stundenlang schwere Platten- und CD-Kisten schleppen mussten – fehlt doch etwas!

Also: Back to the roots, Vinyl muss wieder her! Wie schön, eine Schallplatte aus dem Cover zu ziehen, eventuell ein Poster darin zu entdecken, die in der Innenhülle aufgedruckten Lyrics zu lesen oder sogar buntes Vinyl vorzufinden. Und dann beim Hören das leichte Knistern, während sich die Platte auf dem Teller dreht, vielleicht gibt es noch einen Hidden Track oder eine Gravur in der Auslaufrille...?